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MUNICH 2006 – EINE ZUSAMMENFASSUNG

15. Juni 2006

Letztes Jahr wurde erstmals und äusserst erfolgreich die Saisonabschlussreise der Herren 1 durchgeführt. Die drei Tage Berlin blieben in bester Erinnerung (soviel der Schreiber noch weiss…) und gaben auch noch Anlass für den einen oder anderen Lacher unter dem Jahr...man denke da an die Musik-Box in der Disco, die bestimmt jetzt noch  zittert, weil Jost seinen Kopf daran angeschlagen hat…

Somit wurde bereits Anfangs Saison mit der Planung der Reise begonnen… Es wird gemunkelt, dass einige noch eine Extra-Saison angehängt haben um der Reise beizuwohnen… Die demokratische Wahl des Reiseziels endete mit diktatorischen Ausgang in Prag… Die Flüge wurden gebucht, sogar extern bezahlt…judihui…leider wachten wir dann alle auf und danken dem üblen Spender für seine Verarschung… Somit wurde die Zeit knapp, verzweifelt ein Reiseziel gesucht und mit München gefunden… Mit der staatlichen Zahl von 18 Anmeldungen war doch einiges am Potenzial am Start….

Hinreise am Morgen

Wir, d.h. der eine Teil der den ganzen Tag frei genommen hat, versammelten uns beim Treffpunkt in Zürich HB, damit auch sicher alle Schäflein beieinander waren, in den richtigen Zug stiegen, der 09:16 ins Land der Biere und Brezeln (einfach gesagt: München) fuhr.

Beim Treffpunkt angekommen begrüssten wir uns, Organisator Rüegg verteilte die Bahntickets. Aber bevor wir in den Zug stiegen, mussten sich die einen mit Kaffe und “Gipfeli“ ausrüsten und die anderen mit frisch gekühltem Bier, sonst wäre es mit dem Jassen nichts geworden. Wie konnte es anders sein, unsere Plätze waren im ersten Wagen des Zuges. Wir liefen mit Sack und Pack bis fast an das Ende des Perron’s. Als wir im Zug waren, ging es los mit der Suche nach den reservierten Plätzen. Die einen Plätze waren schon besetzt von einer Familie. Wir mussten sie bitten den Platz zu räumen. Am Anfang wollten sie nicht, aber am Schluss des Gesprächs mit Rüegg und Frie fand sie es auch besser wenn sie gehen, da so eine grosse Gruppe sehr laut werden kann. Wie die auf so was kommt…? Gepäck verstaut, jeder hatte einen Platz und schon fuhr der Zug
los. Die einen vertieften sich in Tageszeitungen oder Magazine (seriös), die anderen begannen an mit Jassen, diese zwei Varianten waren die einzigen Unterhaltungs-möglichkeiten bis München. Nach vier Stunden und zwölf Minuten waren endlich in München angekommen. Alle waren guter Laune, da es nicht mehr weit zum Bier und zur Brezel war!

Hotelsuche

Kaum stand der Zug im Hauptbahnhof München still, wurde der Bahnsteig von den Stäfner Unihockey-touristen gestürmt. Die Gründe für das schnelle Aussteigen waren ganz unterschiedlicher Art. Die einen wollten möglichst schnell dem engen Zugsabteil entkommen, anderen wiederum war der permanente Redefluss unseres Präsidenten ein Graus und einige hatten das dringende Bedürfnis ihren aus den Fugen geraten Nikotin-Haushalt auszugleichen. Doch auch bei unserem nördlichen Nachbar sind die Raucher in öffentlichen Gebäuden nicht mehr erwünscht und wir konnten deshalb unverzüglich zu unserem Hotel aufbrechen. Voller Enthusiasmus schulterten wir unsere Koffer und Taschen und machten auf den 5 Minuten langen Fussmarsch. Zuerst überquerten wir den grossen Bahnhofsplatz und bogen sofort in eine typisch bayrische Strasse. Spielsalons, Ramschläden und B-klass Supermärkte prägten das Strassenbild. Die nächste Strasse bot dann schon ein ganz anderes Bild. Ein türkischer Bazar würde die sich uns darbietende Szene wohl am treffendsten beschreiben. Kebabstände, Gemüse- und Obst Händler soweit das Auge reicht. Nach dem orientalischen Strassenzug folgte sogleich der asiatische und zu guter letzt folgte auch noch der vom Balkan. Nach etwa 15 Minuten standen wir dann mit einem mal vor einer grossen Kathedrale, doch von unserem Hotel war weit und breit nichts zu sehen. Nach kurzer Beratung, war zumindest klar dass wir uns immer noch in München befanden und das Hotel nicht mehr weit sein konnte. Also ging es mit Sack und Pack weiter durchs Wohnviertel von München Süd und anschliessend auch noch durchs Botschaftsviertel. Langsam verloren wir das Vertrauen in die Reiseleitung und keiner glaubte mehr so richtig an eine schnelle Beendigung unserer Hotel-Odyssee. Doch wie durch ein Wunder standen wir nach ein paar weiteren Strassenzügen plötzlich vor einem etwas heruntergekommen Gebäude, auf welchem der Name unseres Hotels stand.

Hotel

Nach der vorsintflutlichen Bleibe in Berlin anno 2005 war dieses Jahr eine klare Leistungssteigerung seitens des Organisators gefordert. Und tatsächlich: das Hotel, oder besser Hostel, konnte diesmal als solches bezeichnet werden. Die Kajüten-Betten stammten zwar mit ziemlicher Sicherheit aus der IKEA, dafür war dieses Mal die Bettwäsche auch bei mir dabei... Zufriedenstellend war auch, dass die Zimmer nicht bereits besetzt waren… Für die meisten Mitgereisten war das Zimmer sowieso nicht viel mehr als eine bessere Ausnüchterungszelle nach einer durchzechten Nacht. Unsere Ansprüche hielten sich also in Grenzen. Überraschend war nur, dass die Deutschen doch tatsächlich am Samstag arbeiten (siehe auch Text Samstagmorgen). In aller Herrgottsfrühe (aus Sicht des Schreiberlings...) wurde unser Nachbarzimmer renoviert. Da wurde gebohrt, gehämmert, gesägt und gefeilt, dass das Handwerkerherz höher schlägt. Solcher Arbeitseifer ist eigentlich bewundernswert, aber dass man dazu noch absolut unerträgliche Musik in einer noch viel unerträglicheren Lautstärke hören muss, ist unverzeihlich.

Leider bekamen die Meisten von uns vom vielfältigen Verpflegungsangebot unserer Unterkunft nichts mit (ausgenommen sind Getränke und Bier), da sie am Morgen einen Cheeseburger einem gesunden Frühstücksbuffet bevorzugten, aber das ist eine andere Geschichte...

Biergarten

In Sternform schweiften wir vom HB aus. Da aber jeder das Ziel kannte, fand man sich bald am besagten Treffpunkt: Biergarten. Natürlich nicht, ohne sich vorher informiert zu haben wo denn die Besten sind. Erstaunt über des Kellners Aussage, dass er für 12 Mass 3x gehen müsse, wartete man gespannt auf die Lieferung. Selbst jene mit "Rundenvorsprung" (wie bei einem Sixdays) staunten, als die 12 auf 1 Streich geliefert wurden und sogar noch Kapazität für 4 weitere bestand. Einmal genippt, nie mehr gestoppt! Der Pegel stieg, Zärtlichkeiten unter Männern wurden ausgetauscht, Fakten auf den Tisch gelegt und vermeintliche Stärken zur Schau gestellt (fass ja nicht meinen Willi an, sonst leck ich Dir das Ohrläppchen...).

Später sollten sich 2 Gruppen bilden, die "Trinkfesten" und die, die "feste trinken". Voller wurde auch der Biergarten und zum Schluss konnten wir froh sein, zwei FCZ-Anhänger dabei gehabt zu haben, die wussten, wie man andere Gäste beruhigen und bei Laune halten kann.


Hinreise am Abend (für diejenigen die brutal hart arbeiten…oder es einfach verhängt haben frei einzugeben…)

Zürich, 17.45: Immerhin ein einsamer Streiter ist pünktlich am Treffpunkt. Ein Zweiter gesellt sich einige Minuten später hinzu, mit ihm kommt auch das erste Bier. Bald schon finden sich auch die restlichen vier Mitstreiter ein, und auch der Biervorrat steigt stetig an. Man ist gerüstet für eine lange Reise ins Reich des flüssigen Goldes.

Nachdem die erste Hürde - das Auffinden des richtigen Wagens, gell Spähne  - genommen ist, kann die Fahrt beginnen. Alle haben einen Platz und ein kühles Bier. Wie durch ein Wunder ereignet sich erst kurz vor dem Flughafen (Kloten, natürlich) der erste Zwischenfall. Ein Vergehen der gröberen Sorte: Fast ein halber Liter unseres kostbaren Gerstensaftes wird vergossen. Zum Glück hats noch mehr davon.

Der Boden trocknet langsam wieder ab. Das Bier wird wärmer. Der Promillegehalt steigt. Mangels Jasskarten sieht man sich gezwungen über die Mannschaft zu philosophieren. Entgegen aller Biologie wird aus Pilz ein Pflänzchen. Oder gehörte er zu den Pflegeleichten? Oder den Sissies? Und wie war das nochmals mit der Harmonie im Trainerduo? Dem Bier - es ist mittlerweilen warm - sei Dank, kann sich der Autor nicht mehr so genau daran erinnern...

Und dann der Schock: Das Bier ist alle! Doch nur wenige Minuten nach dem letzten Schluck treffen wir auch schon in München ein. Gut geplant, denn da gibts bestimmt wieder was zu trinken...und man soll ja das Bier bekanntlich nicht nach München bringen….

Ausgang Freitag

Durch die Aufsplittung der Gruppe aufgrund verschiedener Interressen, besser gesagt verschiedener Essens- und Trinkgelüste, ist der Vorabend bis zur Wiedervereinigung schwierig zusammenzufassen… Unsere Gruppe genehmigte sich noch eins im Biergarten, liessen sich auf Diskussionen mit den Stammitsch-Deutschen ein, um sie vielleicht ein bisschen besser verstehen zu können… Irgendwann waren die Themen mal ausgeritten (oder wir nicht mehr kommunikationsfähig…). Was dann folgte war ein wilder Spaziergang mit diversen Bekanntschaften, Schwarzfahren und Durchfragen wo der Bahnhof sein könnte… Dort hin wollten wir nämlich um die Nachzügler abzuholen… Pünktlich wie die SBB kamen die Jungs an. Sofort wurden die Food-Stände im Bahnhof bestürmt…mein undefinierbares Etwas wurde nach 20 Schritten und einem Biss entsorgt. Als die Nachzügler Ihre sieben Sachen in Hotel gebracht hatten, stand dem Ausgang nichts mehr im Wege…

Ueber SMS wurde die Location durch den Tätschmeischter Rüegg durchgegeben…und alle fanden sie. Kunstpark Ost…eine ehemaliges Industriegebäude mit X Discotheken, Fresständen usw. Im Willenlos war bereits die Hölle los und somit legten wir auch gleich los… Es wurde getanzt, gelacht, gesungen, gejohlt, getrunken, geschwitz und geflirtet. Unglaublich was die Jungs für eine Dynamik entwickeln können im Ausgang, wäre dies auf dem Unihockeyfeld so wären wir Serienmeister in der Schweiz… Ueber Details wie die jostundflurinische Anmachtanzerei, haarige Aersche und Scherben am Boden ist dem Schreiberling nichts bekannt….

Der Abend endete bei den Lokianern zu verschiedenen Zeiten, so dass sich der Pulk in kleine Gruppen auflöste….die einen zog es in die horizontale, die anderen tanzten munter weiter und da waren noch die, die die Essstände leerfrassen…

Samstagmorgen

Was gibt es Schöneres als nach einem gelungenen Ausgang morgens um 8 mit sanften Presslufthammerklängen und Trashmetalsound aus einem Ghettoblaster geweckt zu werden? Fazit: Eigentlich ist alles schöner und wenn man aus nächster Nähe noch Zugluft gemischt aus Bier, Redbull und Vodka sanft in die Nase steigt, dann kann das nur ein toller Morgen werden, weil man(n) steht gerne auf und vertritt sich einwenig die Füsse. So nahmen ein paar Jungs den weg auf sich, um in der nächsten Bäckerei sich einen Kaffee mit Kipferl zu genehmigen. Gesagt sei hier, dass Jänne eigentlich auch dabei gewesen wäre, aber er entschloss sich noch auf die anderen zu warten (die anderen kamen aber nicht). Zurück aber zur Bäckerei: Man lerne, dass nicht alles was feilgeboten wird, auch gekauft werden kann, denn einige Stücke sind nur zu Anschauungszwecken ausgestellt. Nun, was blieb war ein doppelter Espresso mit einem ausgetrockneten Stück etwas. Bezeichnenderweise war der Kaffee beim Mc Donalds besser – war wohl die falsche Kaffeestube…. Ein weiteres nettes Detail: Am Samstagmorgen um 11.00h sind noch Tickets für die ersten Vorstellungen im Cinema um die Ecke zu haben. Dies nach einer fundierten Studie und intensiver Befragung der netten Kassendamen, welche uns vermutlich in diesem Moment als Kleingeister betrachtete, jedoch unser Bedürfnis nach Ruhe und einer heilen Welt etwas verkannte. Schön ist und bleibt aber, mit Leuten den Morgen zu gestalten, die sowohl physisch wie auch psychisch auf der gleichen Höhe (auch Tiefe) sind.

Samstagnachmittag Hofbräuhaus

Kurz nach dem Frühstück machte sich das Zimmer 109 (Jäne, Micha, Flurin und Bäwi) auf dem Weg zum legendären Hofbräuhaus. Jäne der Führer meisterte seine Aufgabe souverän. Am Ziel angekommen, war bereits riesen Stimmung im Hause, schliesslich spielte an diesem Nachmittag noch der alte und neue Deutsche Meister Bayern München gegen Borussia Dortmund. Im Biergarten im Innenhof fanden wir schliesslich einen Sitzplatz und konnten schon bald ein Mass Bier bestellen. Genüsslich machten wir uns an die Vernichtung. Über das Handy versuchten wir noch weitere Mittrinker zu uns zu locken, leider ohne Erfolg. So machten wir uns auf den Rückweg. Kurz nach dem Saftladen am Marienplatz trafen wir aber auf Jost, Martin, Luki, Pilz, Besy und Dave. Mit Ihnen beschlossen wir uns wieder auf den Weg zum Hofbräuhaus zu machen. Unterwegs gabelten wir noch Kühne und Ritz auf und gaben Jäne ab. In neuer Besetzung aber mit nicht weniger Durst trafen wir wieder im Biergarten auf. Rasch hatten wir eine Sitzgelegenheit gefunden und Bier bestellt. Dazu gab es noch ein paar Brezel. Zwischen dem Bier wurden eifrig die Erlebnisse des letzten Tages und vor allem der letzten Nacht ausgetauscht. Es konnten einige Lücken geschlossen werden. Als Söli dann ein Chemieexperment (man füge einer Flasche voll Cola Salz zu) vorführte war die Jungs nicht mehr zu bremsen. Das Cola wurde in ein lokalgerechtes Trinkgefäss eingefüllt und mit unmengen Salz versetzt. Das so entstandene Gemisch hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dunklem Bier. So wurde nun mit verschiedenen Tricks und Kniffs versucht das vermeindliche Bier einem Trinker unterzuschieben. Jost war das erste Opfer und nahm einen grossen Schluck dieser Brühe. Für Kühne, das zweite Opfer, mussten schon noch gewisse Modifikationen vorgenommen werden. Der Salzbelag am Glasboden musste weg und mit einem Schluck Bier wurde auch der Schaum ein wenig aufgepeppt. Und so lief auch das zweite Opfer in den Hammer. Anschliessend gab es noch verschiedene Versuche mit hellem Bier und Pfeffer, welche aber allesamt, entweder wegen den schwimmenden Pfefferpartikel oder der zu kleinen Dosierung keine nennenswerte Opfer fand. Gut gestärkt verliessen wir gegen 18.45 Uhr das Hofbräuhaus um pünktlich zum anschliessenden Nachtessen im Ratskeller zu erscheinen.

Samstagnachmittag Stadtrundfahrt  

Wie in Berlin haben sich einige von uns aufgerauft, um eine Sightseeing Tour durch München zu unternehmen. Natürlich nicht zu Fuss, wer mochte schon an diesem Samstag laufen?! Zuerst war das Auffinden des Hauptbahnhofes angesagt. Mit unterhaltsamen Gesprächen wie: "He, wie lange dauert es noch?!" oder "Bist du sicher, dass wir richtig sind?!" legten wir unseren Weg vom Marienplatz zum Hauptbahnhof zurück. Angekommen waren wir uns schnell einig, eher selten an diesem Tag, dass wir die kürzeste Tour nehmen. Die Fahrt war rasant und unterhaltsam. Die Begleiterin erzählte jede Menge von Infos über viele bekannte Personen, Gebäude, etc... Wie aus diesem Satz ersichtlich, haben die meisten nicht mehr viel mitbekommen.. Eingeschlafen? Nein nicht wirklich. Nur das ewige Erzählen war konzentrationsraubend und irgendwie waren einige nur aufs chillen aus. So waren auch die meisten nach kurzer Zeit bedient. Ein Lacher war noch die Aussage eines Kindes, welches laut aufschrie: Das kenne ich bereits schon alles! Der war nicht schlecht.. Nach 1 Stunde war alles vorbei, Geld weg, Alkoholpegel leicht gesunken und um einiges Wissen bereichert..,einige zumindest.

Samstagabend Nachtessen

Am Samstagabend trafen sich die wackeren, noch immer - oder besser gesagt wieder - unter Alkohol leidenden Unihockeyaner im Rathauskeller, unter dem Marienplatz, zu einem kulinarisch hochwertigen Essen ein. Das Bier war schnell bestellt (etwas anderes stand ja auch gar nie zur Debatte) und unter den Anfeuerungskünsten von Jost, welcher sich wohl eher in einem Fussballstadion als in einem Restaurant sah, stieg die Stimmung langsam an. Als dann noch Keita das Führungstor für den FCZ schoss, tauchte wie aus dem Nichts Sven und Mr. Spahn aus dem nervösen Schweigen auf - vielleicht ist dies auch dadurch zu verstehen, dass man im Alter etwas mehr Zeit zum regenerieren braucht. Obwohl über unseren Köpfen die Meisterschaftsparty des FC Bayern München im Gange war und wir die Möglichkeit hatten den Allerwertesten von Oli Kahn, Rummenigge, Beckenbauer und Co. von unten zu betrachten, interessierte uns das herzlich wenig (ging uns im wahrsten Sinne des Wortes am A…. vorbei). Einige von uns wollten wohl gerade ein paar Sprüche über den FC Basel loswerden, als wir bemerkten dass unser Basler im Team fehlte. Irgendwo zwischen Biergarten und Rathauskeller musste er sich verirrt haben. Später stellte sich heraus dass er an der Meisterschaftsparty war und sich mit einer jungen Dame unterhalten hatte. Dies ist irgendwie auch zu verstehen, war dies doch die einzige FCB Party an diesem Abend. Doch zuerst der Reihe nach… Wir waren zwar immer noch in München, aber irgendwie in Gedanken doch auch zu hause. Petric, welcher nicht an der WM dabei sein wirdJ, glich aus – gleichzeitig sank unsere Stimmung zum Tiefpunkt bis dann Filipescu (mit Haarschnitt à la Svenislav) den Meistertitel für den FCZ sicherstellte. Der FCZ sei dank, dass die Atmosphäre in unseren Reihen wieder zum kochen übergingen und nichts mehr im Weg stand für einen weiteren, unvergleichlichen Ausgang.

Samstagabend Meisterfeier

Welche Münchner Fussballmannschaft kennt man auf der ganzen Welt?
Wie heisst dieser Klub, der in Deutschland die Rekorde hält?
Wer hat schon gewonnen, was es jemals zu gewinnen gab?

Ob Bundesliga, im Pokal oder Champions-League
ja gibt es denn was schöneres als einen Bayern-Sieg?

D Bayern Meistefiir um d Antwort vornweg znä....  

Mer muen viellicht erhlich zugä, dass nöd so viel los gsi isch wie in Zürich
A dä Meiterfiir vom FCZ. Doch hät sich Münche halt a Meisterfiire gwöhnt....Jedes Jahr Meister, da isch es nüt me speziells. Doch chan ich mir guet vorstelle, dass wänn Bayern au nur im 25 Jahr Zyklus Meister wür werde me los wär.
Aber da das nie sowit cho wird isch Sunneklar.....

Fazit: Bayern isch Meister worde und mir sind a dä Fiir däbi gsi.....

FC Bayern, Deutscher Meister,
ja, so heißt der beste Verein,
ja so war es und so ist es und so wird es immer sein.

2006, ein Bayernfan (Anm. Red. gibt ja nur einen im Team…)

Samstagabend Ausgang     

Nach der Meisterfeier des (immer wieder fraglichen Club’s) FC Bayern München, sind die einen direkt, die anderen indirekt ab in den Ausgang. Schliesslich trafen sich alle wieder im „Willenlos“. Wie schon am Freitag Abend, als wir unsere Ärsche auf erhöhten Lagen in einer Reihe zeigen mussten oder wollten. Man weiss es nicht mehr so genau. Es war einfach so und das ist auch gut so. Es wurde getrunken, gesungen, gelacht und gegrabsch…. ah nein, das sicher nicht. Ich will jetzt hier keine Namen nennen.
Auf jeden Fall war die heisere Stimme schon vorprogrammiert, zumindest von Einigen. Sicher gut berauscht oder noch mehr, stolperte man noch hier oder da lang. Eins war klar, genügend Schlaf bekam sicher keiner

Usgang Teil zwei….

aso nachäm esse und änärä churzä meisterfiir isch än teil vo dä mannschaft
zrugg is hostel go läsä, dä andäri teil het gluägt öb sbier immer na glich
schmöckt wie am erste tag...dänn isches wieder füächt fröhlich im willenlos
losgange...dlüt sind im strömende rägä nass wordä...eine sogar vonere
körperflüssigkeit us dä schwiiz...im willelos het mer wieder wahllos mit
rüüsch umegschmisse....dänn händ sich dlüüt verteil....weiss nuna dassi im
titty twister gsi bi, sorry!!! rest isch nur na sehr, sehr luggehaft.....

Sonntagmorgen

Wie bereits der Samstag begann auch der Sonntagmorgen mit lautem Gepolter. Entgegen unserer Vorstellung vom Ausschlafen meinte der Putzmann wir sollten das Zimmer bereits um 10 Uhr verlassen statt um 11, was uns aber vorerst nicht aus der Ruhe bringen liess. Erst die SMS "Treffpunkt neu 11.00h Hotellobby, neue Abfahrtszeit." liess uns dann etwas schneller aufstehen als geplant. Ein Blick aus dem Fenster und der Grund für diese SMS wurde klar - nein, das verschwommene Gesichtsfeld war nicht eine Nebenwirkung des Vorabends sondern strömender Regen. Das Verlangen nach Biergarten und Weisswurst war mit einem Schlag verflogen, und wir entschieden uns mit einem früheren Zug in die Schweiz zurückzufahren. Nachdem die Abfahrtszeit des Zuges mehrfach geprüft wurde und auch die letzten den Weg zur Hotellobby  gefunden hatten, bestellten wir einige Taxis und fuhren zum Bahnhof, wo wir noch gut Zeit hatten ein ordentliches Frühstük zu genehmigen - ein Triple WHOPPER Maxi Menu.. was den sonst.

Sonntag Rückreise

Für die Lokianer hiess es am Sonntag nicht zurück zu Lück
Sondern wegen dem schlechten Wetter früher zurück

Einige Titanen hatten einen gröberen Kater
Waren wir doch im Hofbräuhaus und nicht am Prater

Für uns war natürlich nichts reserviert
doch das hatten nicht alle Jungs kapiert
Bei der Railbar klingelten die Kassen
Dafür unterbrachen wir sogar das Jassen

Wir waren müde und nur wenig locker
Naja die Rückfahrt haute keinen vom Hocker

Die Kehlen waren nach dem Ausgang stumpf
und schlafen war trotz Jassen der grosse Trumpf

Nach den Biergärten und den vielen grossen Bieren
schafften es zwei Lokianer beim Jassen sogar 4 mal zu verlieren

Beim verabschieden gabs keine Tränen
Jedoch beim einen oder anderen ein Gähnen

Schlussendlich wurde bei uns auch der grösste Tank
Nach so einem Wochenende schlicht und einfach krank...

Fazit der Reise: Saison-Abschlussreise München 2006

Nun die Frage sei erlaubt, kann es ein Fazit von einer Saisonabschlussreise der Loki Stäfa geben? Und wenn ja wie soll dies ausfallen ohne einsilbig von langen Party-Nächten und dem kühlen Bier zu schwärmen. Ist die Nachwelt tatsächlich an so einem Fazit interessiert? Man könnte sich natürlich dem kulturellen Teil einer solchen Reise widmen. Dies wiederum wäre aber alles andere als glaubwürdigen, insbesondere nach dem Lesen dieses Berichtes. Nichtsdestotrotz wage ich in den nun folgenden Zeilen den Versuch so was wie diesen Bericht abzurunden. Wie war das, Party, Bier, Party, Bier – müde ausgelaugte Körper auf der Heimfahrt. Nun wie gesagt das hatten wir ja bereits. Mmh... Ich könnte zum Beispiel über das flotte Tanzverhalten einzelner Protagonisten schreiben. Oder doch eher von den alten Männern im Team welchen solch ein Wochenende bekanntlich besonders zusetzt und die Stadtrundfahrt als willkommene Erholung von den Strapazen betrachten. Oder aber über die exhibitionistisch veranlagten Teamkollegen. Das hingegen würde wohl gegen jegliche Moral verstossen und wohl die Jugendschutz-Behörde auf den Plan rufen.

Wie du siehst lieber Leser, so ein Fazit ist gar nicht mal so einfach. Lassen wir also die nächtlichen Eskapaden aus diskretions- und anderen belanglosen Gründen (die Freundin könnte ja diesen Bericht lesen) beiseite. Nun was bleibt, die Biergärten und die jeweils schleppenden Entscheidungsfindungen am Tag. Welche sich in Aussagen wie, „Ich will in den Osten.“ oder „Komm wir warten kurz auf die anderen“. Was darin endete, dass die Gruppe weder nach Osten noch sonst wohin geht und grundsätzlich immer auf irgendjemand gewartet wird. Und wo wartet es sich in München am besten? Genau, in den Biergärten? Da kann man stundenlang einfach faul in der Sonne sitzen (wenn’s welche hat), sein Bier geniessen und auf irgendwelche Teamkollegen warten welche bestimmt auch gleich dazustossen werden. Nicht so aber bei uns. Selbst so ein Frönen in Biergärten hat seine Tücken. Habe ich mein Bier noch wenn ich zurückkomme? Was haben die Jungs reingeschüttet? Das sind die brennenden Fragen welche sich zwischen dem Gang zur Toilette und der Rückkehr zum Tisch stellen; meist zu Recht wie sich herausstellte.

Was also bleibt von so einer Abschlussreise haften? Es sind Dinge die man gescheiter niemandem sagt oder die Nachwelt nicht sonderlich interessieren. Was zählt ist das beinahe alle dabei waren und wir eine geile Zeit hatten. Und böse Zungen behaupten, dass eine Vielzahl der Spieler sich nur wegen der nächstenjährigen Abschlussreise nochmals eine Saison übers Unihockeyfeld quälen. Es lebe die Abschlussreise 2006/2007! Aber diesmal bitte ohne Gratisflüge; die sind immer so schrecklich lang und kosten doch...

Abgesang

Lasst uns Ordnung in das Chaos bringen und die Sterne neu richten

Gesagt, getan.
Das dreckige Dutzend und ein paar Halbkantone fuhren nach München. Diesmal ohne den Mann mit der blauen Mütze, wahrscheinlich weil seine abgesägte Schrotflinte langsam rostet.
Nun denn, angekommen in München, wurde dann allmählich der Zerfall der heutigen Gesellschaft sichtbar. Während für andere Leute das Sprichwort „sehet ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“ gilt, war für diesen Haufen wohl eher das umgekehrte der Fall.
Dennoch, tierliebend waren sie allemal. Bert, blau wie ein Kanarienvogel konnte gerade noch mit eigener Kraft ein komisches Gefährt mit der Aufschrift „Ixat“ (die spinnen die Griechen),  das gegen ein Entgeld einen nach Hause fährt zur Stelle beordern. Dort angekommen konnte er es sich aber nicht verkneifen und ass die Pizza rückwärts.
Apropos Vogel. Samson könnte sich durchwegs als Ornitologe einen Zustupf verdienen, zeigte sich doch sein Vogel mehr in der freien Natur als in seinem Nest.
Das Glück des einen ist das Pech des anderen, dachte sich auch Camacho und verbrachte die Zeit meist unter Tage, in der Embryostellung. Möbius und Newton rannten irgendwelchen Babuschkas hinterher und versuchten sich in einem idiosynkratischen Austausch in einer langfristigen Beziehung.
Seisdrum. Pumuckel, Ris-Grochsi, Möbius und Newton, die Zwillinge Degen, Franz und René, HD- Läppli, Broccoli, Bert, Rocco, Camacho-Man, Nötzli, Samson und wie sie alle heissen, haben dennoch ein andächtiges Wochenende verbracht, das sich erneut würdig erweist in die Analen des Clubs zur starken Lok aufgenommen zu werden.
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