Herren GF Runde Rüti
Loki lässt Punkte liegen
Das hatten sich die Stäfner so nicht ganz vorgestellt, als sie zum Tjost zu Rüti aufbrachen. Als Spitzenteam dieser Gruppe wurden selbstredend vier Punkte aus den beiden Spielen anvisiert. Immerhin waren die beiden Gegner deutlich hinter Stäfa in der Tabelle klassiert. Aber erstens nimmt Papier und auch das Internet bekanntlich so manches an und zweitens kommt es im Sport oftmals anders, als man denkt.
Im ersten Spiel gegen Cevi Gossau gelang der Loki zwar ein Start nach Mass. Luca Franchini brachte Stäfa nach einem Zuspiel von Yannik Franchini in Führung. Diese knappe Führung nahmen die Stäfner auch gleich mit in die Pause.
Danach aber gaben sie das Spiel fahrlässig aus der Hand. Die Gossäue drehten die Partie mit einem Doppelschlag innert vier Minuten. Zum Schluss machte die Loki zwar nochmals ordentlich Dampf, aber der Ausgleichstreffer blieb verwehrt.
Damit kann Stäfa also auch das zweite Direktduell gegen das neue Grossfeld-Team aus Gossau in dieser Saison nicht gewinnen. Im ersten Spiel im Herbst gab es ein 4:4. Nun also liess Stäfa gegen Gossau erneut Punkte liegen, so dass man fast schon von einer Art Angstgegner sprechen muss.
Loki Stäfa – Cevi Gossau 1:2 (1:0)
Tor Loki: 10. L. Franchini (Y. Franchini)
Mit der Wut im Bauch, gelang den Stäfner dafür im zweiten Spiel gegen Schwarz-Gelb Wetzikon ein solider Sieg. Vizecaptain Vetsch brachte Stäfa in dieser Partie frühzeitig auf Kurs – Sven Jocham hatte für die Vorarbeit gesorgt. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Wetziker war bei der Loki wiederum ein Abwehrspezialist zur Stelle. Routinier Sven Hottinger markierte die erneute Führung nach einem Zuspiel von Ronco Siffredi de Conti.
Übrigens soll Ronco unlängst Post aus Pittsburgh erhalten haben. Absender ein gewisser Herr Crosby. Dieser soll sich erkundigt haben, was de Conti eigentlich einfalle, mit der Nummer 87 aufzulaufen, ohne ihn um Erlaubnis zu fragen.
Nach der Pause lief dann der Pizza-Block wieder einmal zur Höchstform auf. Am Freitag hatten die nimmermüden Gebrüder Franchini und Sturmpartner Lorenzo Schumacher das närrische Treiben in Uetikon dazu genutzt, verschiedenste Spielzüge und auch Freischlag-Varianten im Detail zu besprechen.
Das mehrstündige Seminar hatte sich gelohnt. Luca Franchini erhöhte auf Zuspiel von Yannik Franchini. Einige Minuten später bediente Assist-Gott Yannik Franchini Lorenzo Schumacher. Für den Schlusspunkt war dann wiederum Luca Franchini besorgt – dieses Mal auf Zuspiel von Lorenzo Schumacher. Schumacher war die Spielfreude nach der jüngsten Reise in den hohen Norden sichtlich anzumerken. Und auch das regelmässige Höhentraining scheint sich ausgezahlt zu haben.
Loki Stäfa – Schwarz-Gelb Wetzikon 5:2 (2:1)
Tore Loki: 6. N. Vetsch (S. Jocham), 12. S. Hottinger (R. de Conti), 24. L. Franchini (Y. Franchini), 30. L. Schumacher (Y. Franchini), 35. L. Franchini (L. Schumacher)
Durch die weiteren zwei Punkte und weil die Floorball Riders ebenfalls je eine Partie gewannen und eine verloren, bleiben die beiden Kontrahenten weiterhin mit dem gleichen Punkteschnitt an der Tabellenspitze, allerdings haben die Reiter aus Dürnten, Bubikon und Rüti im Verlauf dieser laufenden Saison einige Tore mehr erzielt.
Dahinter befinden sich mit Laupen und den Red Devils March-Höfe zwei Mannschaften in Lauerstellung. Diese Ausgangslage verspricht noch einmal viel Spannung für die letzte Meisterschaftsrunde in zwei Wochen in Wald.
Im Einsatz für die Loki: Engel, Crivelli; F. Danninger, S. Eschenlohr, S. Hottinger, S. Jocham, S. Habegger; Y. Franchini, L. Franchini, L. Schumacher, N. Vetsch, T. Payer, R. de Conti, D. Fürst, M. Kuhn, M. Kerst, Jérôme Kurz.
Bemerkungen: Stäfa ohne Bachmann C. (Vertiefungskurs Rückwärts-Flussschwimmen Rhein aufwärts), Raffael Meli (Leitung Seminar «Was der Büezer aus den Rechtswissenschaften wissen sollte», Bierhalle Wolf, Zürich), Marco Huber (fehlende Akkreditierung für Turnhalle Schwarz), Jack Strebel (unauffindbar), Mark Sturzenegger (überqualifiziert), Joel Kurz (diverse Verpflichtungen)